Köln/Rhein-Erft: Zu Besuch bei der HGK

Veröffentlicht: 9. August 2011 in Eisenbahn

Die HGK (Häfen und Güterverkehr Köln) ist sowohl der zweitgrößte Binnenhafenbetreiber Deutschlands als auch Eisenbahnunternehmen. Die HGK betreibt vier Häfen in Köln (Niehl I und II, Godorf und Deutz) mit einem Güterumschlag von 12.695.000 Tonnen. Im Bereich Eisenbahn und Fahrweg wird ein Netz von 247,9 Kilometern Gleislänge betrieben, dazu gehören unter anderem die von der Kölner Stadtbahnlinie 7 befahrene Frechener Bahn ab der Stadtgrenze sowie auch die beiden Stadtbahnlinien 16 (Rheinuferbahn) und 18 (Vorgebirgsbahn), welche die Städte Köln und Bonn linksrheinisch verbinden und sich ab/bis zu den jeweiligen Stadtgrenzen im Eigentum der HGK befinden.

Unter den insgesamt 63 Lokomotiven (Stand 31.12.2010) befinden sich einige Raritäten, die im Folgenden im Mittelpunkt stehen sollen. Das Heimat-Bw und die Hauptwerkstatt der HGK befindet sich in Brühl-Vochem, der Bahnhof ist für den Güterverkehr der HGK von großer Bedeutung.

HGK-Elektrolokomotive der Baureihe 145 im Betriebswerk Brühl-Vochem

HGK 145-CL 011 | Brühl-Vochem | 04.07.2011

Die Elektrolokomotiven der HGK werden meistens in Köln-Eifeltor abgestellt, da das Bw in Brühl-Vochem nicht elektrifiziert ist. HGK 145-CL 011 weilte am 04.07.2011 dennoch im Bw.

Die Raritäten der HGK finden sich bei den Dieselloks.

HGK-Diesellok vom Typ Vossloh EURO 4000 auf der Kölner Hohenzollernbrücke

HGK 0004 005 (Vossloh EURO 4000) | Köln Hohenzollernbrücke | 28.03.2011

Dieses Bild vereint sogar zwei Raritäten: Die Vossloh EURO 4000 weilte nur kurzzeitig im Frühjahr 2011 bei der HGK und stellt somit einen Sondertyp dar. Besonders hervorzuheben ist dieses Bild, welches leider nicht an der besten Fotoposition entstand, jedoch auch deshalb, da normalerweise keine Güterzüge über die Hohenzollernbrücke und damit durch die beiden großen Kölner Bahnhöfe (Hauptbahnhof und Messe/Deutz) fahren, sie nutzen hauptsächlich die Südbrücke.

HGK DE 13 rangiert im Betriebswerk Brühl-Vochem

HGK DE 13 | Brühl-Vochem Bw | 04.07.2011

Das zweite Einzelstück ist die DE 13, eine MaK DE1024 Baujahr 1989 und die einzige betriebsfähige Lok dieses Typs. Nachdem DE 11 im Jahr 2008 nach einem bei Empel-Rees erlittenen Brandschaden außer Dienst gestellt wurde und DE 12 ebenfalls nach einem Brandschaden durch die VTLT – Voith Turbo Lokomotivtechnik GmbH & Co. KG, Kiel zur Hybridlok mit Diesel- und Elektroantrieb umgebaut wurde (interessant dazu ist das Portrait bei loks-aus-kiel.de), ist die DE 13 der einzige noch weitgehend im Ursprungszustand verbliebene Vertreter der als Baureihe 240 geführten Type. Bis Ende Juli 1996 gehörte die Lok zum aktiven Betriebsbestand der Deutschen Bahn. Besonders der Drehstromantrieb ist neben dem recht futuristischen Design hervorzuheben. Die DB hatte jedoch kein allzu großes Interesse an den Loks, war der Bedarf durch weitere Elektrifizierungen und den Überschuss an kraftvollen Lokomotiven der Baureihe 232 der Deutschen Reichsbahn doch eher gering.

Ein weiterer, in Deutschland fast ausschließlich von der HGK eingesetzter Loktyp ist die so genannte Class 66 von Electro-Motive Diesel. Die HGK war seinerzeit das erste Unternehmen, welches diesen Loktyp nach Europa holte. Nicht alle Class 66 der HGK sind auch in deren Farben unterwegs. DE 64 beispielsweise fährt in grün-gelber Lackierung durch die Lande.

Class 66 der HGK am 14.06.2011 in Köln West.

HGK DE 64 | Köln West | 14.06.2011

Noch vor den 11 Loks der Class 66 sind die 16 MaK DE 1002 der Baujahre 1986-1993 (insgesamt wurden 24 Exemplare gebaut) der meist vertretene Loktyp der HGK. Sie werden vornehmlich auf dem eigenen Netz der HGK eingesetzt, sind aber auch häufig am Kölner Westring zu sehen.  Zu finden sind sie somit auch auf der Frechener Bahn (Frechen – Köln-Niehl), so wie hier abgebildet an der Stadtbahnhaltestelle Stüttgenhof.

HGK DE 83 mit Kesselwagen an der Stadtbahnhaltestelle Stüttgenhof

HGK DE 83 | Köln Stüttgenhof | 19.04.2011

Äußerlich ähnlich, aber jüngeren Baujahrs und mit dieselhydraulischem Antrieb ausgestattet sind die zehn Loks vom Typ Vossloh G 1000 BB und der Einzelgänger (DH 704) vom Typ Vossloh G 1700-2 BB, welche zwischen 2003 und 2009 zur HGK kamen. Sie werden ebenfalls im regionalen Güterzugdienst im Kölner Raum eingesetzt.

Innerlich wie äußerlich anders sehen jedoch die fünf Loks mit dieselhydraulischem Antrieb vom Typ Vossloh G 2000 BB aus, welche von der HGK eingesetzt werden. Sie tragen nicht die HGK-Farben.

Zwei Loks vom Typ Vossloh G 2000 BB mit asymmetrischem Führerhaus in Brühl-Vochem Bw

HGK DH 752 + DH 58 | Brühl-Vochem Bw | 04.07.2011

Last but not least sollen auch noch die beiden Loks mit der geringsten Motorleistung (246 kW) vom Typ MaK G 321 B vorgestellt werden. Sie hören auf die Nummern V 21 und V 22und sind mit dem Baujahr 1981 auch die ältesten Loks im aktuellen Betriebsbestand der HGK. Neben der HGK setzen auch andere Werks- und Hafenbahnen diesen Lokomotivtyp ein.

HGK V22 in Brühl-Vochem

HGK V22 | Brühl-Vochem | 04.07.2011

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