Vorgebirgsbahn: Brühl tanzt Samba

Veröffentlicht: 2. Juni 2012 in Bonn, Köln, Stadtverkehr
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Der Historische Verein SWB (HVSWB) veranstaltete heute gemeinsam mit den Stadtwerken Bonn aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der Straßenbahnverbindung zwischen Bonn, Siegburg und Bad Honnef einen Tag der offenen Tür im SWB-Betriebshof Dransdorf.

Zu Gast war unter anderem eine der historischen Kölner Straßenbahnen: der Sambatriebwagen, der in den 50er Jahren speziell für den Vorortverkehr entwickelt wurde. Nach 18 Uhr sollte sich dieser über die Vorgebirgsbahn auf die Heimfahrt machen, Grund genug, dem Wagen in Brühl mal aufzulauern:

Zunächst etwas Planverkehr:

Mit etwa 15 Minuten Verspätung erreicht SWB 9359 den Haltepunkt Brühl Süd.

Rasengleis auf Kölsch…

Die Verspätung des Bonner Kurses übertrug sich dann auch auf den Richtung Köln fahrenden Kurs mit Wagen 2258 an der Spitze.

Und, nun gut 40 Minuten später, Wagen 2225 Richtung Bonn.

Und das war sie nun, meine Fotostelle. Der Tag der offenen Tür ging bis 18 Uhr, irgendwann danach sollte auch der Sambawagen über die Vorgebirgsbahn nach Köln zurückkehren. Ja, als Bahnfotograf braucht man Geduld…:

Und der Gegenkurs war dann wieder von der SWB gestellt, Wagen 9372 wirbt noch für den Telekom-Express, der eigentlich schon längst Vergangenheit ist…

Und dann hatte ich ja Zeit. Samstags abends fährt ja nur eine Bahn pro Stunde zwischen Brühl und Bonn. Und irgendwann sollte der Samba-Tw kommen. Zwischendrin gab eine Amsel ihr Konzert:

Dann widmete ich mich aber doch wieder der Bahn, zumal die Amsel ihr Konzert durch Wegfliegen ganz plötzlich beendet hatte. Irgendwann musste der Samba ja kommen:

Zuerst aber Wagen 2313 Richtung Bonn. Naja, die leise Hoffnung hatte ich ja, dass der Samba-Tw in Schwadorf kreuzen würde und der Planzug Richtung Köln erst in Merten…

… welche sich jedoch nicht erfüllte. Denn es kam Wagen 2225 zurück nach Köln, im fast schon letzten Licht.

Zwischendrin fiel mir noch die Beschriftung der verbauten Schienen auf.

Und dann kam rund 15 Minuten lang… richtig, ähm nichts! Das Licht war schon so gut wie weg, aber pünktlich zum erwarteten Tw zeigte sich auch die Sonne gnädig und ließ noch einen letzten Strahl auf die Bahnstrecke fallen. Nur zum eigentlich erwünschten Auslösezeitpunkt hatte es nicht mehr gereicht:

Und da kam er dann endlich, fröhlich pfeifend: Samba-Tw 1019 auf der Rückfahrt gen Thielenbruch.

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Kommentare
  1. Zierold sagt:

    Super Artikel und super Bilder. Das Warten hat sich gelohnt und der „späte“ Vogel kriegt die Bahn

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