Prag (CZ): Vier Tage in der goldenen Stadt (IV)

Veröffentlicht: 7. Juli 2012 in Prag, Stadtverkehr

Das Ende des dritten Teils meines Reiseberichtes führte uns bis zum Hauptbahnhof (Hlavní nádraži). Nachdem ich dort einige Eisenbahnbilder anfertigte, ging es für mich mit der Metrolinie C weiter in den Norden der tschechischen Hauptstadt.

Das Ganze geschah immer noch am Freitag, den 18.05.2012:

Erster Zwischenstopp an der Metrostation Ládví, an der jeder zweite Kurs der Linie C endet.

Sehr interessant ist der nun folgende Abschnitt der Metrolinie C, der noch drei sehenswerte Stationen für den Fahrgast (und den Fotografen) bereithält:

Oberirdisch gelegen und damit angenehm hell ist die Station Střížkov, in die der von Siemens gebaute Metrozug 4172 einfährt.

Auch von außen ist die Station sehr auffällig und aufwändig gestaltet.

Hier kann auch von der Metro in den Bus (und umgekehrt) umgestiegen werden. Der abgebildete Bus vom Typ Karosa CityBus 12M ist auf Linie 151 unterwegs zur Metrostation Českomoravská der Linie B.

Von diversen Brücken innerhalb der Station lassen sich diverse Fotomotive finden.

Natürlich lassen sich auch von Bahnsteig Fotos machen, so wie hier auf den Richtung Háje ausfahrenden Wagen 4115.

An dieser Stelle lassen sich einige Anmerkungen zum Fotografieren in der Prager Metro machen. Ich konnte zu jeder Zeit und in jeder Station vollkommen ungehindert Fotos machen. Keine Sicherheitskräfte, die „behindernd wirkten“, aber auch kaum Fahrgäste, die „dumm geguckt“ haben. Das Sicherheitsgefühl ist in der Metro und in Prag insgesamt ebenfalls sehr gut, was sicher auch an der Lebhaftigkeit der Stadt liegt.

Ohne weiteren Zwischenstopp ging es dann für mich bis zur Endstation Letňany:

An der nördlichen Endstation der Linie C konnte ich dann einen der wenigen Metrozüge fotografieren, die mit Außenwerbung ausgestattet sind.

Wagen 4107 erreicht die Endstation. Ein in den Boden eingelassener LED-Streifen warnt vor dem einfahrenden Zug.

Für mich ging es dann wieder zurück in Richung Stadt. Ausgestiegen wurde am Nádraži Holešovice, wo ich im Bahnhof einige Züge knipste (Fotos davon zeigt der abschließende 5. Teil):

Einfahrender Metrozug in die Station Nádraži Holešovice.

Mit der Straßenbahn ging es dann bis zum Ausstellungsgelände Výstavišté. Zwischen der gleichnamigen Haltestelle und der folgenden namens Veletržní wurde T3 Nr. 8508 „verhaftet“.

Darauf folgt die Haltestelle Strossmayerovo náměstí, wo sich die Wagen 7066 und 8441 trafen.

An diesem sehr fotogenen Platz kreuzen sich die Straßenbahnlinien 1, 5, 8, 12, 14, 15, 17, 25, 26. Dabei ist auch Wagen 7292 auf Linie 26.

Auf Linie 5 sind Einzel-T3 unterwegs, daher bietet sich ein Breitseitenfoto an…

Da wir abends noch ins Theater wollten (wir hatten uns nur mit dem tschechischsprachigen Stück vertan…), hatte ich es nun etwas eilig. Eigentlich wäre ich als Liebhaber moderner Fahrzeuge gerne mal mit den Skoda 15T „For City“ mitgefahren, dazu hatte jedoch die Zeit bis zum Treff im Hotel nicht mehr gereicht. Daher gings mit dem Tatra wieder in die Stadt (vor der Čechův most standen wir auch noch im Stau, es war ja Freitags-nachmittags-Berufsverkehr). Die Hausdurchfahrt nahe der Karlsbrücke wollte ich dann aber doch noch verewigen, auch wenn sich mit mehr Zeit sicher noch eine bessere Perspektive gefunden hätte…:

Da, wo ich stand, war es eng…

Nach der Hausdurchfahrt hat die Bahn wieder ihren eigenen Bahnkörper, was normalerweise auch zügiges Vorankommen sichert.

Danach ging es zunächst zur Abenddusche und zum Umziehen ins Hotel, anschließend ins Staatstheater (Stavovské divadlo) für das Stück „Crazy day or The Marriage of Figaro“, für welches wir für ganze 110 Kronen ein Ticket erstanden hatte. Mit der (fast) gleichnamigen Oper hatte das Stück dann aber doch nicht soviel gemein, denn es war ein Drama und komplett in Tschechisch, was keiner von uns verstand. Aber es muss sehr lustig gewesen sein, war super gespielt, und das Theater an sich ist auch wirklich sehenswert!

Anschließend wurde noch in der Nähe vom Wenzelsplatz zu Abend gegessen, sodass der Straßenbahntag gut ausklang.

Samstag, 19.05.2012

An diesem Tag sind zum Ausgleich kaum Straßenbahnfotos entstanden. Es stand nämlich zunächst etwas Ausschlafen und anschließend die Prager Burg auf dem Programm. Angereist wurde natürlich standesgemäß mit der Straßenbahn, dann wurde der Wachablösung zugeschaut (wir standen in der zweiten Reihe) sowie die Kathedrale und die gesamte Burg angestaut und bestaunt.

Allerdings ergab sich ein interessanter Ausblick auf die Čechův most:

Auf dieser war eine Tatra-T3-Traktion unterwegs.

Und auf der benachbarten Manesův most zeigt sich ein historischer Zug.

Dann ging es noch etwas durch die Stadt, natürlich wurde auch wieder gut und preiswert zu Abend gegessen. Etwas Bier gabs dann auch noch im Hotel, und so ging es recht spät ins Bett.

Sonntag, 20.05.2012

Nun war schon wieder der letzte Tag unserer Reise gekommen. 14:29 Uhr sollte unser EC nach Dresden abfahren, und bis dahin war nach dem Auschecken im Hotel noch etwas Zeit. Was ich am Freitag nicht mehr geschafft hatte, war das Bahnhofsviertel und der Masarykovo nádraží, von dem in erster Linie S-Bahnen abfahren. Fotogen ist der Bahnhof auch für die Straßenbahnfotografen, und hier konnte ich nun auch einige unmodernisierte Tatra KT8D5 fotografieren:

Vor dem Boscolo Hotel zeigt sich T3-Solo 8559 auf Linie 5.

Eine S-Kurve vom Masarykovo nádraží entfernt zeigt sich das SONY-Doppel 8659+8660 auf Linie 26.

Die Linie 14 ist eine der Stammlinien der Skoda 14T, aber auch Tatra-T3 findet man hier, wie dieses Bild beweist.

„Etwas“ Tele für den modernisierten KT8D5 9062.

Wagen 9082 vor der hübschen Fassade des Masaryk-Bahnhofs.

Es gibt auch noch einige unmodernisierte und damit komplett hochflurige KT8D5 mit den für sie charakteristischen Liniennummernwürfeln und ja, sie sind auch sonntags unterwegs!

T6A5 Nr. 8625 sonnt sich während der Fahrgastaufnahme.

Ihm folgt T3 8529.

Unmodernisiert trifft modernisiert!

Eigentlich wollte ich nun auch noch die historischen Bahnen der Linie 91 auf den Chip bannen, die sonntags in Prag verkehrt. Leider hatte ich aber die sonnenstandsgünstige Fahrt verpasst, und für die nächste Runde reichte die Zeit nicht mehr. Also musste ich mal wieder mit der Gegenlichtvariante Vorlieb nehmen…:

Wagen 2210 führte den Zug an.

Hintendran hing Wagen 1562.

Der letzte KT8D5R.N2P des Urlaubs war Wagen 9065.

Nun ging es zurück zum Hauptbahnhof, und auch da entstanden noch zwei Aufnahmen:

Wagen 8434 an der Spitze einer T3-Traktion zwischen Masarykovo und Hlavní nádraží.

Zum Abschluss die Traktion mit Wagen 8608 an der Spitze nahe der Haltestelle Hlavní nádraží.

Das waren dann zeitlich die letzten Bilder des Kurzurlaubes. Dennoch gibt es noch einen fünften Teil – in diesem werde ich dann noch einige Eisenbahnfotos zeigen – vom  Nádraží Holešovice, dem Masarykovo nádraží und dem Hlavní nádraží.

Kommentare
  1. Zierold sagt:

    Spitze Bilder und auch tolle Kommentare. Prag ist eine Reise wert. Kann gern ein paar Tage länger sein. Weiter so!!!

  2. […] ich im vergangenen vierten Teil der Berichtsserie den Bereich Stadtverkehr fotografisch abgeschlossen habe, möchte ich im letzten Teil dieser […]

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