Eine Woche Bundeshauptstadt! – I: Hannover und die IAA Nutzfahrzeuge

Veröffentlicht: 12. Oktober 2012 in Eisenbahn, Hannover, Messebesuche, Stadtverkehr

Meine neueste Berichtsserie handelt von meiner Berlinreise Ende September. Dabei wurde nicht nur ausgiebig Berlin gemacht, sondern auch einige Ausflüge in die Umgebung standen auf dem Programm. Viel Spaß!

Freitag, 21.09.2012

Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin! Schon länger war es geplant, Ende September eine Woche in der Bundeshauptstadt zu verbringen. Durch diesen Aufenthalt würden sich bei entsprechender Planung zwei Fliegen mit ein und derselben Klappe schlagen lassen: am 20.09.2012 hatte in Hannover die 64. IAA Nutzfahrzeuge eröffnet und am 22. und 23.09.2012 fanden die Publikumstage der InnoTrans in Berlin statt. Verschiedene Gründe also, eine Woche in der größten Stadt des Landes zu verbringen. Ein Hotel war in Tempelhof auch schnell gefunden, direkt am U-Bahnhof Platz der Luftbrücke, was eine schnelle Erreichbarkeit garantierte. Aber halt! Diese wurde gemindert durch die Sperrung der U6 zwischen Französische Straße und Friedrichstraße aufgrund des Baus des U-Bahnhofs Unter den Linden als Verknüpfung der U6 mit der neuen U5. Aber das sind ja nur 500 Meter, die kann man umlaufen.

ICE 553 Köln Hbf (+0) → Hannover Hbf (+17)

Mein ICE 2 mit DB 802 014 an der Spitze bei der Ankunft in Hannover.

Doch von Hannover, dem Zwischenziel am Freitag, trennte mich noch eine etwa zweieinhalbstündige Zugfahrt. Dabei hatte ich zum erstem Mal einen der redesignten ICE-2-Züge „erwischt“. Nicht, dass ich gegen Modernes bin, aber was man so der zahlenden Kundschaft „bietet“, spottet wohl teilweise jeder Beschreibung. Harte Sitze, noch dazu mit einer unergonomisch geformten Rückenlehne, was dazu führt, dass man schon kurz nach Fahrtbeginn nicht mehr sitzen kann. Im Flugzeug mag das für eine Stunde wohl noch OK sein, aber die normale Zugfahrt dauert im Fernverkehr ja schon länger. Dazu kommt die fehlende Außenreinigung der Züge, die eine ungetrübte Aussicht behindern. Klar, man wird befördert, aber das ist ja keine Sozialangelegenheit. Der Fahrgast bezahlt ja gut dafür (die Normalfahrkarte kostet etwa 120 Euro). Etwas Komfort dürfte wohl nicht zu viel verlangt sein.

Pünktlich um 06:48 Uhr gings los, in Wuppertal hatte der Zug schon +5. Bis Hannover hatte sich die Verspätung auf 17 Minuten gesteigert. Naja, eilig hatte ich es ja nicht. So entstanden nachdem ich das Gepäck weggeschlossen hatte, vor dem Hauptbahnhof noch einige Stadtbahnbilder:

Ein Üstra-Hybrid-Solaris biegt in die Fußgängerzone vor dem Hauptbahnhof ein.

Die Hannoveraner Strichcode-Bahn – beklebt mit Preisetiketten – fuhr mir dann zufälligerweise direkt vor die Linse. Ebenfalls am Hauptbahnhof.

Mit der Linie 2 ging es dann zunächst zur Bothmerstraße, wo dann etwa drei Minuten später auch die Linie 8 zur Messe ankam. Mit der ging es dann gemeinsam mit vielen „Schlipsträgern“ zur IAA Nutzfahrzeuge. Von dem Messebesuch sollen hier natürlich einige Impressionen gezeigt werden:

Zunächst hatte es mir der Citaro III angetan, der auf der Red Route pendelte.

MAN und Kögel stellten diesen aerodynamisch günstigen Truck auf dem Freigelände vor, am Kögel-Stand gab es dann auch große Plakate zum Mitnehmen.

Ein neuer Mercedes Actros mit Tiefauflieger.

Citroen stellte auch die Historie aus, so hier ein U29 aus dem Jahre 1947.

Einfach der Hammer im Bussektor: top ausgestatteter MAN Lion’s City GL mit allem Schnickschnack!

Auch von innen ungewöhnlich großzügig wirkend…

Ein Exemplar eines Bus-Massentransportsystems.

Mal wieder zum anderen Nutzfahrzeugbereich: Mercedes-Benz stellte den neuen Actros vor, durchaus ein schickes Gefährt. Hat „natürlich“ auch gleich den Titel „Truck of the Year“ erhalten!

Und er ist „Bus of the Year“: Der neue Citaro, hier in der Standardbus-Version.

Und wenns etwas größer sein soll: auch dieses Gefährt wird von Mercedes-Benz hergestellt!

Auch solche Feuerwehrfahrzeuge gehören zum Portfolio.

Mit einem solchen Bus ist auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft unterwegs! Interessanterweise seien die Busse der Bundesligisten noch luxuriöser, schließlich ist die Nationalelf seltener zusammen und wenn, dann mehr im Flugzeug unterwegs.

Der ist dagegen nicht käuflich, und auch Probesitzen war nicht erlaubt…

Der neue ICECO-Fernverkehrs ECOSTRAHLIS.

So sieht ein LKW aus, der die Rallye Dakar mitgemacht hat.

Und so einer, der einen Crashtest überstanden hat…

Der Blick von oben auf den Volvo-Stand.

Und auch Renault baut Trucks.

Auch wenn Scania-Busse hierzulande eher Exoten sind, es gibt sie und das sicher nicht zu Unrecht.

Wer den Abschleppdienst braucht: In Hamburg kann man auf dieses Gefährt treffen.

Auf den trifft man dagegen nicht mehr: einst von Magirus-Deutz hergestelltes Museumsexemplar.

Nun gings nochmal ins Freigelände: Am Crafter mit dem „aufgehuckten“ LT kann man sehr gut die Größenentwicklung nachvollziehen.

Direkt daneben befand sich noch die durchaus sehenswerte VW-Ahnengalerie.

Nachdem dann gegen halb fünf so ziemlich alles angeschaut war, suchte ich mir eine Bahn der Linie 8 Richtung Innenstadt. Auf der Hinfahrt hatte ich zwischen den Haltestellen Stadtfriedhof Seelhorst und Am Mittelfelde eine nette Stelle gesehen, die ich nun (leider ohne Sonne) gerne noch umsetzen wollte:

Ein Doppel-Silberpfeil der Üstra zwischen den Haltestellen Stadtfriedhof Seelhorst und Am Mittelfelde.

Recht direkt führte die Fahrt nun wieder zum Hauptbahnhof, denn bis zur Rückfahrt war gar nicht mehr so viel Zeit. Schnell noch was gegessen, das Gepäck geholt, schon stand ich am Bahnsteig. An dem mein IC mit +5 angezeigt wurde, naja, geht ja noch.

IC 1216 Hannover Hbf (+5) → Berlin-Spandau (-2)

Der Platz war schnell gefunden, mein Wagen war zwar recht voll, aber durch die Reservierung ist ja der Sitzplatz garantiert ;-). Bei dem Laufweg sind 5 Minuten ja gar nichts dachte ich mir dann: IC 1216 beginnt frühmorgens in Salzburg, führt dann über München, Augsburg, Stuttgart, Heidelberg, Mainz und Bonn nach Köln, um dann über Düsseldorf, Essen, Dortmund, Bielefeld und Hannover nach Berlin zu fahren. Ach ja, da ist ja dann auch noch der Halt in Wolfsburg, nicht zu vergessen… Bis Berlin hatte der Lokführer insgesamt sieben Minuten rausgefahren, und so waren wir nun mehr als überpünktlich!

Angesichts des vielen Infomaterials, welches ich mir auf der IAA Nutzfahrzeuge mitgenommen hatte, hatte ich die Kamera dann schnell weggepackt, sodass es nun kein Bild mehr vom IC gibt. Und auch nicht aus Berlin vom Freitag, denn ich fuhr nun nur noch mit der U-Bahn bis zum Hotel am alten Flughafen Tempelhof. Kleines Zimmer, aber sauber und preiswert. Wenn morgen noch das Frühstück passt, ist alles Bestens…

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Kommentare
  1. Zierold sagt:

    Ein wie immer sehr gelungener Beitrag mit exklusiven und gut gelungennen Fotos.
    Als wäre man selbst dabei gewesen. Weiter so!!!

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