Eine Woche Bundeshauptstadt! – III: Ostkreuz während des Umbaus und die Straßenbahnen in Köpenick

Veröffentlicht: 28. Oktober 2012 in Berlin, Eisenbahn, Stadtverkehr

Die Messen sind gelesen, so in etwa heißt es wohl… Deshalb gibt es im dritten Teil des Berlin-Reiseberichtes keine Messebilder mehr zu sehen, sondern wir widmen uns der Gegenwart. Im Ostteil der Stadt sind sowohl Eisenbahn- als auch Straßenbahnbilder entstanden – viel Spaß!

Sonntag, 23.09.2012

Wettertechnisch sollte heute der schönste Tag der Woche werden. Entsprechend früh gings raus, wie sich herausstellte hinkte die Planung dennoch am Sonnenstand…

7 Uhr klingelte der Wecker, flugs aufgestanden, in Ruhe gefrühstückt und sich an der Sonne erfreut. Der erste Programmpunkt war heute die Jannowitzbrücke. Bei schlechtem Wetter war ich schonmal hier, heute soll viertel vor zehn hier der Berlin-Warzawa-Express erlegt werden. Das Viertel ist zwar nicht das Beste, aber die Stelle ist dafür umso besser! Pünktlich kam der BWE um die Ecke, etwas später wäre die Sonne weiter rum gewesen…

Zunächst aber ein RE 2 nach Cottbus vor der Kulisse von Fernsehturm, Berliner Rathaus, Museumsinsel und Spree.

Dan kam er, und vorn dran die EURO2012 – Dänemark-Lok! Auf dem Viadukt begegnet er einem weiteren RegionalExpress, und Captain Morgan ist auch schon unterwegs!

Jetzt sollten die Bauarbeiten am Ostkreuz festgehalten werden. Derzeit fährt die S3 ja nur zwischen Erkner und Ostkreuz, und heute war sie komplett mit „Coladosen“ der BR 485 bestückt. Bahnsteiggleichen Anschluss gibt’s für Fahrgäste aus der Stadt, die anderen müssen den Bahnsteig wechseln. Hübsch ist auch die bereits fertiggestellte Ringbahnhalle, die lädt durchaus zum Verweilen ein. Die Nordeinfahrt ist dazu noch ziemlich fotogen, was ich natürlich durchaus gern ausnutzte…

Vor alter „Vorzeiten“-Architektur fährt eine „Heulsuse“ der BR 481 als S5 Richtung Spandau aus dem Ostkreuz aus. Hinten wird er das Gleis wechseln, denn das Nachbargleis, an dessen Bahnsteig ich stehe, wird für die stadtauswärts fahrenden Züge Richtung Lichtenberg benötigt.

Die Situation einmal von oben, also von der Behelfsbrücke, über die man die Bahnsteige wechseln kann. Rechts eine S7 Richtung Potsdam, links fährt eine S5 nach Strausberg Nord ein. Ganz links steht die S3 nach Erkner bereit.

Die Ringbahnhalle ist soweit schon fertig, der einzelne 480er verlässt sie gen Norden Richtung Birkenwerder.

Eine Lärmschutzwand weiter links: Einfahrender Zug auf Gleis 11: S41 Ringbahn über Südkreuz, Westkreuz!

Dann wurde eine der „Coladosen“ bestiegen, um mit dieser nach Köpenick zu gelangen. Weit ist es ja nicht, ca. zehn Minuten fährt man. Entlang der Köpenicker Bahnhofstraße lief ich jetzt Richtung Innenstadt, noch etwas planlos, wohin ich zuerst wollte. Schließlich kam eine Bahn der Linie 60 zum Alten Wasserwerk, mit welcher ich auf Motivsuche bis zur Endhaltestelle fuhr. Der kurzerhand gefasste Plan sah nun vor, entlang der Strecke zurück bis zum S-Bahnhof Friedrichshagen zu laufen, während zwischendrin einige Motive probiert werden sollten. Bei einem 20-Minuten-Takt kann das schon zeitraubend werden… Ist schon komisch: innerhalb von zehn Minuten kommen geschätzt 5 Autos. Dann kommt die Straßenbahn, und hinter ihr fahren fünf Autos hinterher, eins davon überholt links, ein anderes rechts, achja und vor der Straßenbahn fährt auch noch ein Auto. Perfekt zum Fotografieren! Also nochmal zwanzig Minuten warten, bis die nächste Bahn kommt, aber wenigstens klappte es dann…

Am Köpenicker Bahnhof gehts los mit GT6N Nr. 1001 mit Werbung fürs „Hunde-Netto“ (sorry für den Ausdruck, aber wie sonst soll mans von dem anderen Netto unterscheiden?).

Nur wenige Meter weiter, in Sichtentfernung zur vorigen Fotostelle, unterquert ein KT4D die Bahngleise.

Nach dem ersten missglückten Versuch mit der stadtauswärts fahrenden Straßenbahn ein Schuss auf die Rückfahrt an der Haltestelle Bruno-Wille-Straße.

Beim zweiten Versuch hat es geklappt: Ein weiterer KT4D östlich der Haltestelle Bruno-Wille-Straße.

Diese Tatra-Bahn erreicht gleich die Haltestelle Josef-Nawrocki-Straße. Man fühlt sich hier nicht wirklich wie in der Bundeshauptstadt!

Am Marktplatz traf ich dann auf einen „freundlichen“ Straßenbahnfahrer (ein Gruß sei mir dennoch erlaubt), und am S-Bahnhof schaute ich mal bei der SRS (Schöneiche-Rüdersdorfer-Straßenbahn) vorbei. Ein ex-Heidelberger gab sich dort die Ehre:

Aus Rahnsdorf kommend biegt dieser KT4D auf die Bölschestraße, die Hauptstraße Friedrichhagens, ein.

Und auf der anderen Seite auf etwas schmalerer Spur: GT6 Nr. 47 vor dem Erreichen der Berliner Endhaltestelle am S-Bahnhof Friedrichshagen.

Nach kurzer Wendepause gehts zurück nach Rüdersdorf.

Nun nutzte ich die 61, um die Strecke nach Rahnsdorf kennenzulernen. Typische Waldstraßenbahn, schwer umzusetzen, aber halt, da kann man doch… Ja richtig: Eisenbahnen fotografieren! Die Strecke nach Frankfurt (Oder) ist hier sehr gut zugänglich, und motivlich ist es auch ganz nett. Zu mir gesellte sich noch ein netter, älterer Herr im Anzug, welcher extra aus Japan angereist war, um hier Züge zu fotografieren! Viele Grüße!

Ostwärts nach Erkner fahrende S3 mit Zügen der Baureihe 485 – den mehr oder weniger originalen Coladosen!

Und der RE1 Richtung Berlin auf den Fernbahngleisen. Und der japanische Fotokollege!

Anschließend ging es mit der nächsten 61 zurück nach Köpenick, und zwar jetzt direkt bis zum Rathaus. Mensch, dit is ja richtig Schnieke hier! Entsprechend mussten natürlich auch hier einige Fotos gemacht werden…

Viel Gezirkel war nötig, um das schöne Gebäude mit aufs Bild zu fotografieren. Von der anderen Straßenseite wäre auch am Sonntag zu viel Verkehr gewesen. Aber so huntertprozentig sagt es mir dann doch nicht zu…

Nun widmete ich mich der Linie 68, der Uferbahn nach Alt-Schmöckwitz. Leider kann man derzeit die Endhaltestelle nicht erreichen, wenngleich der Grund ein positiver ist: Der Fortbestand der Strecke ist gesichert, sodass nun die Gleise und Haltestellen saniert werden können. Das führt zu einer interessanten Betriebssituation: Barrierefreier Pendelverkehr bei nicht-barrierefreier Hauptlinie! Als Linie 68 fahren die Tatra-KT4D bis zum S-Bahnhof Grünau und benutzen rückwärts die Wendeschleife, um dann wieder nach Köpenick zurück zu fahren. Um die Ecke, an der eigentlichen Straßenbahnhaltestelle wartete dann ein GT6-ZR auf Fahrgäste zum Strandbad Grünau. Der Dienst dort ist bei dem ständigen Wenden sicher auch nicht vergnügungssteuerpflichtig… Ach ja: zusätzlich gab es dann noch Bus-Ersatzverkehr von Grünau nach Alt-Schmöckwitz, der direkt über die Straße Adlergestell fuhr.

Rückwärts fährt dieser KT4D jetzt durch die Wendeschleife am S-Bahnhof Grünau – der Autofahrer hats nicht so richtig verstanden…

Und das war der Pendelverkehr, der mit den GT6N-ZR betrieben wurde.

Als Abschluss entstanden dann noch einige Bilder im Köpenicker Zentrum, bevor noch etwas Streckenkunde betrieben wurde…

Brückenwirrwar am Müggelheimer Damm…

Etwas enger gefasst, das Gleis in die Gegenrichtung verläuft eine Brücke weiter rechts.

KT4D 6097 am Köpenicker Rathaus. Mein Versuch, es mit Bahn ganz aufs Bild zu bekommen, fiel leider der fehlenden passenden Sonne zum Opfer.

Und das letzte Bild des Tages entstand in Alt-Köpenick.

Auch der morgige Tag wird sicher sehr spannend, wenngleich auch nicht in Berlin!

Und diesen gibts dann im nächsten Teil, mal sehen wann der erscheint…

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